Sie lesen gerne Gedichte? Dann schauen Sie sich hier um, hier haben Sie die Auswahl. Es wäre auch schön, wenn Sie selbst interessante und
privat verfasste Gedichte haben und diese hier veröffentlichen wollen. Gerade in der Weihnachtszeit bekommt es sicher vielen Menschen gut einmal abzuschalten und zu entspannen.
Ist da nicht auch ein kleines Gedicht bestens dafür geeignet?
Dann schicken Sie einfach eine E-Mail:
Emilie und Fritz Kögel

Kinder, kommt und ratet, was im Ofen bratet! Hört, wie`s knallt und zischt. Bald wird er aufgetischt, der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel, der gelbrote Apfel.
Kinder, lauft schneller, holt einen Teller, holt eine Gabel! Sperrt auf den Schnabel für den Zipfel, den Zapfel, den Kipfel, den Kapfel, den goldbraunen Apfel!
Sie pusten und prusten, sie gucken und schlucken, sie schnalzen und schmecken, sie lecken und schlecken den Zipfel, den Zapfel, den Kipfel, den Kapfel, den knusprigen Apfel.
Gabriele Montaldi
Ach, lieber Nikolaus, so komm doch auch zu uns ins Haus! Am Fenster steh`n wir hier, wir Kleinen, und warten auf dein Erscheinen.
Wir sehen auch die guten Sachen, die allen Kindern Freude machen. Die Nüsse trägst du huckepack, in deinem großen Ruckesack.
Die Rute stecke nur schnell wieder ein, denn wir woll`n immer artig sein! Und schneller als gedacht, hat Nikolaus sich fortgemacht.

Autor unbekannt
Als ich ein Kind noch gewesen, das ist schon lange her,
da war die Weihnacht ein Erlebnis, ein Märchen und noch viel mehr.
Es gab nur kleine Geschenke, denn wir waren ja nicht reich,
doch diese bescheidenen Gaben, kamen dem Paradiese gleich.
Da gab es Äpfel und Nüsse, mitunter auch ein Paar Schuh,
und wenn es die Kasse erlaubte, ein kleines Püppchen dazu.
Wie war doch das Kinderherz selig, ob all dieser herrlichen Pracht,
und es war ein heimliches Raunen um die Stille, Heilige Nacht.
Dann wurde ich älter und größer, und wünschte mir das und dies,
ich hörte auf an das Christkind zu glauben und verlor dabei das Paradies.
Und dann kam der Krieg mit all seinen Leiden, mit Hunger und mit Not,
da wurde ich wieder bescheiden und war dankbar für ein Stück Brot.
Wir alle wurden da kleiner, und nur ein Wunsch hatte da Macht,
wir wollten vereint sein mit unseren Lieben in der Stillen, Heiligen Nacht.
Doch der Wunsch erfüllte sich selten, denn die lagen da draußen und hielten die Wacht
und wir waren einsam und weinten, in der Stillen, Heiligen Nacht.
Und als dann der Krieg war zu Ende, wuchs eine neue Jugend heran,
und die hatte auch ihre Wünsche an den lieben Weihnachtsmann.
Nur die waren nicht klein und bescheiden, denn der Wohlstand kam ins Land,
die Wünsche wurden größer und größer und das Schenken nahm überhand.
Nun wird gewünscht und gegeben, und keiner fragt nach dem Wert,
vergessen sind Krieg und Armut und die Stunden am einsamen Herd.
Aus dem schönsten der christlichen Feste hat der Mensch einen Jahrmarkt gemacht
und er wünscht sich vom Besten das Beste und vergisst dabei den Sinn der Heiligen Nacht.
Anna Ritter
Wo die Zweige am dichtesten hangen, die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit im Walde das Christkind gegangen.
Es musste sich wacker plagen, denn einen riesigen Sack
hat`s Huckepack auf schmächtigen Schultern getragen.
Zwei spielende Häschen saßen geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein, dass die das spielen vergaßen.
Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht nicht ein einziges Nüsschen verloren hat.

Oskar Stock
Ich bin aus hartem Eichenholz und meine Zähne sind mein Stolz,
hab große Augen und einen Bart und eine Kappe, recht apart.
Bin stets zum Knacken auch bereit, besonders jetzt zur Weihnachtszeit,
steh am Kamin, der Zierde Pflicht, nur Nüsse sah ich bisher nicht.

Wilhelm Lobsien
Dämmerstille Nebelfelder, schneedurchglänzte Einsamkeit,
und ein wunderbarer weicher Weihnachtsfriede weit und breit.
Nur mitunter, windverloren, zieht ein Rauschen durch die Welt,
und ein leises Glockenklingen wandert übers stille Feld.
Und dich grüßen alle Wunder, die am lauten Tag geruht,
und dein Herz singt Kinderlieder, und dein Sinn wird fromm und gut.
Und dein Blick ist voller Leuchten, längst Entschlafnes ist erwacht…
Und so gehst du durch stille wunderweiche Winternacht.
Martha Gärtner
Komm lieber Ruprecht, nur herein, ich fürcht mich nicht vor dir,
ich war stets brav, drum hoff´ ich auch, du gibst was schönes mir:
Ein Äpflein oder eine Nuss, ein wenig Zuckerzeug.
Und von dem Christkind wünsch` ich mir ein Pferd, dann bin ich reich.
Die Rute brauch` ich wahrlich nicht, frag alle nur im Haus,
drum fürchte ich mich nicht vor dir, du lieber Nikolaus.
Das ich nicht immer fehlerlos, will ich offen gestehen.
Doch wo ich Unrecht je getan, geschah es aus Versehen!
Martha Gärtner
Morgen, dann schimmern am Christbaum die Lichter, leuchten die Fenster im festlichen Glanz.
Morgen, dann strahlen die Kindergesichter; Morgen, ja dann ist die Freude erst ganz.
Morgen, da gibt es ein Freuen, so sonnig, wie es die Erde noch nimmer geschaut.
Morgen, da gibt`s ein Frohlocken, so wonnig, und ein Beglücken, so wundersam traut.
Morgen, da singen zu goldenen Träumen selige Lieder der Engel uns ein.
Morgen, ach, kann denn das Glück so säumen? Morgen, ja, könnte es morgen schon sein.
Albert Sergel
Ein Tännlein aus dem Wald, und sei es noch klein,
mit seinen grünen Zweigen soll unsre Freude sein!
Es stand in Schnee und Eise in klarer Winterluft;
nun bringt`s in unsre Stuben den frischen Waldesduft.
Wir wollen schön es schmücken mit Stern und Flittergold,
mit Äpfeln und mit Nüssen und Lichtern wunderhold.
Und sinkt die Weihnacht nieder, dann gibt es lichten Schein.
Der leuchtet Alt und Jungen ins Herz hinein.

Gert Marthner
So klar gefegt der Weihnachtshimmel von lieben Weihnachtsengelein,
und in den Straßen ein Gewimmel von frohen Menschen, groß und klein, im kalten Wintersonnenschein.
Die Dächer und die hohen Bäume, die blicken alle still verschneit,
und lauter sel`ge Weihnachtsträume, die fliegen durch die Dunkelheit in aller tiefster Heimlichkeit.
Es geht ein Raunen durch die Gassen und wie verzaubert ist die Nacht.
Was wird die Menschen hoffen lassen? Die Weihnachtszeit in ihrer Pracht hat Frieden nun und Freud` gebracht.
Clemens Brentano
Kein Sternchen mehr funkelt, tief nächtlich umdunkelt lag Erde so bang;
rang seufzend mit Klagen nach leuchtenden Tagen, ach, harren ist lang.
Als plötzlich erschlossen, vom Glanze durchgossen.
Der Himmel erglüht, es sangen die Chöre:
Gott Preis und Gott Ehre! Erlösung erblüht.
Es sangen die Chöre: Den Höhen sei Ehre, dem Vater sei Preis
und Frieden hiernieden, ja Frieden, ja Frieden dem ganzen Erdkreis!
(Eingesandt von Frau Helga Ring aus der Rhön)
Der Zeiger dreht sich unverwandt.
Geht alles nun zu End.
Schon führt der Winter hierzuland
Sein strenges Regiment.
Es knirscht der Schnee, es klirrt das Eis.
Bald ist das Jahr herum,
Und durch die Gassen geht schon leis
das liebe Christkind um.
Das Jahr ist müd, will schlafen gehen,
Möchte endlich seine Ruh.
hat viel gehört , hat viel gesehn
Und zieht den Vorhang zu.
(Eingesandt am 09. Dezember 2010 von Herrn Uwe Krebs -Dedeleben)
Ch. Krebs - Kulturland Osterwieck
Spürt Ihr es auch,
den Weihnachtszauber mit herzerwärmenden
Zauber der Lichter bringt Glanz in jedes Haus
und leuchten in traurige Gesichter.
Die Stadt liegt verträumt und still verschneit der Himmel
über uns nun sternenweit.
Das Firmament scheint beschützt über unsere Dächer
ein warmer Vorhang mit blitzenden Sternen
und leisen Glockenklang aus den Fernen.
Die Welt hält kurz den Atem an
und blickt zu Weihnachtssternen
und Kerzen an Bäumen.
Und laden ein zur friedlichen Besinnung
nicht nur in den Träumen.
An dem besonderen Fest erscheint uns die Welt
schön und warm wie aus meinem Herzen bestellt.